Ap13_Crow/ September 15, 2016/ Geschichte der Arzneimittel

Zum Thema: Aspirin und seine Geschichte

In diesem ersten Podcast auf Apollon.care wird in aller Kürze die Entdeckung und
Entwicklung des späteren Vorzeigeproduktes Aspirin der Firma Bayer beleuchtet.

Fragen zur Entstehung des Namens, den Ursprüngen des Grundbausteins Salicylsäure und den Wirren der Entwicklung
in der nationalsozialistischen Zeit, die beinah einen seiner beiden Entdecker unbeachtet gelassen hätte, werden darin
erklärt.

Tauchen Sie mittels dieser kurzen Sequenz in die Geschichte eines der ältesten und bekanntesten deutschen Arzneimittel
ein.

Für weitere Fragen steht Ihnen der Beratungsservice von Apollon.care dann jederzeit kostenlos
zur Verfügung.

Ein erster Einblick in die Geschichte…

Der ursprüngliche Wirkstoff war die Salicylsäure. Diese war und ist bis heute jedoch aufgrund ihrer
chemischen Struktur mit einigen unangenehmen Nebenwirkungen belastet, und zwar hat sie neben ihrem bitter-saurem und kratzenden Geschmack vor allem Ohrensausen und Magenschleimhautreizungen hervorgerufen.
Zeitweise wurde auch der Versuch unternommen sie als Salz zum Beispiel in Form von Natriumsalicylat einzusetzen, aber das brachte kaum Verbesserungen mit sich.
Ein erster großer Schritt nach vorne wurde mit der Entdeckung der Acetylsalicylsäure im Jahre 1853 durch den Straßburger Chemiker Charles Fréderic Gerhardt gemacht. Diese Substanz gelangte jedoch erst sehr viel später zum Ende des 19. Jahrhunderts in den deutschen Arzneischatz und damit in das Arzneibuch.
Die eigentliche Arzneistoffentwicklung fand dann einerseits in der chemischen Fabrik Friedrich von Heydens in Dresden-Radebeul und andererseits in der ehemals unter dem Namen Friedrich Bayer & Co firmierten Farbenfabrik statt.
Dem Chemiker Arthur Eichengrün (1867-1949) kam die damalige Leitung des Projektes I wissenschaftlich-pharmazeutischen Laboratorium bei Bayer zu. Er war es auch, der die Anordnung an die zweite berühmte Persönlichkeit zur Herstellung des Wirkstoffes gab, nämlich den Apotheker und Chemiker Felix Hoffmann (1868-1946).

Der Leiter des Labors – Heinrich Dreser (1860-1924) – glaubte jedoch anfänglich, dass es sich um ein “Herzgift” handele.
Dank des Engagements Eichengrüns, welcher das Medikament unabhängig davon privat prüfen lies und sich auch Selbstversuchen unterzog, sowie weiteren positiven Gutachten lies sich Dreser jedoch letztendlich überzeugen.

Im Ergebnis…

Acetylsalicylsäure war somit unter dem Handelsnamen Aspirin im Jahre 1899 in den Handel gekommen. Durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als Analgetikum (Schmerzmittel), Antipyretikum (Fiebersenker) und Antiphlogistikum (Rheumamittel) fand es schnell einen großen Zulauf.